Hinweise zu den Klausuren ET/EL |
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Hier werden Ihnen einige Hinweise und Tipps zu den Klausuren Elektrotechnik/Elektronik gegeben, die ich größtenteils auch in Vorlesung und Übungen bekanntgebe.
Diese Hinweise gelten nicht für Klausuren oder Klausurteile anderer Kollegen.
Es reichen 50% der maximal erreichbaren Punktzahl zum Bestehen.
In besonderen Fällen behalte ich mir Ausnahmen von den oben genannten Regeln vor.
Nun konkret zu den Aufgaben der Klausuren:
Grundsätzliches zur Punkteverteilung:
Aufgabe 1Für einen (wesentlichen, zielführenden) Rechenschritt (Zwischenergbenis) gibt es meist 1 bis 2 Punkte. Bei Aufgabe 5 meist jedoch nur einen Punkt.
Diese Aufgabe behandelt die grudsätzlichen Gesetze der Elektrotechnik in Form einfacher Schaltungen. Meist sind Ströme und Spannungen in einfachen Netzen zu berechnen. Teilweise ist die Kenntnis der Spannungsteilerregel hilfreich, jedoch nicht unbedingt erforderlich. Auch die Berechnung von Widerständen oder Leistungen sind oft enthalten.
Diese Aufgabe ist als "Aufwärmer" gedacht und meist recht einfach zu lösen.Aufgabe 2
Meistens behandelt die Aufgabe 2 das Zeitverhalten von einfachen Kondensator- oder Spulenschaltungen (Auf-/Entladen) sowie teilweise auch das Temperaturverhalten von Widerständen.
Aufgabe 3
Strom- und Spannungsquellen sind zu einem Netzwerk meist mit nur zwei Ausgangsklemmen verschaltet. Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom bezüglich dieser Klemmen sind zu ermitteln und die Elemente einer Ersatzspannungsquelle zu ermitteln, die das gleiche Verhalten bezüglich der Klemmen aufweist wie die in der Aufgabe vorgegebene Schaltung.
Häufig können derartige Schaltungen sehr schnell analysiert werden, wenn man diese Aufgaben gut geübt hat. Oft haben einige der in der Schaltung dargestellten Elemente gar keinen Einfluss auf die Ergebnisse. Bei falschen Ergebnissen bleiben aufgrund des Punkteabzuges von den wenigen Punkten der Einzellösungen keine Punkte mehr übrig.
Aufgabe 4
Ein Widerstandsnetzwerk soll in unterschiedlichen Konfigurationen jeweils durch einen einzigen Widerstand ersetzt werden. Die drei verschiedenen Konfigurationen ergeben bei richtiger Lösung meist je 3 Punkte. Auch hier gilt, dass bei schon einem gravierenden Fehler kein Punkt mehr in diesem Unterpunkt mehr übrig bleibt.
Bei dieser Aufgabe sollten Sie möglichst keine Rundungen vornehmen und das Ergebnis möglichst genau angeben, damit eine Überprüfung der Ergebnisse leichter möglich ist.
Aufgabe 5
Hier werden Wechselspannungsysteme behandelt. Meist ist eine Lösung mit Hilfe von Zeigerdiagrammen gefordert. Für diese Diagramme gibt es dann je nach Schwierigkeitsgrad je 2-3 Punkte. Für die korrekte Ermittlung eines Zwischenergebnisses lediglich je einen Punkt.
Aufgabe 6
In dieser Aufgabe werden verschiedenste Themen behandelt. Es können Themen sein, wie in Aufgabe 2, aber auch Themen aus der Wechselspannungstechnik inklusive Transformatoren und Dreiphasensysteme.
Auch können hier Muliple Choice- Aufgaben gestellt sein, die Fragen aus allen Bereichen behandeln können. Diese sind dann normalerweise ohne Berechnung zu lösen.
Elektronik
Allgemein zum Stoff:
Die folgenden Kapitel aus dem Elektronik-Umdruck (Version August 2011) sind (derzeit) nicht prüfungsrelevant:
1.4.2 - 1.4.4, 2.3, 2.4.5-2.4.6, 2.5, 2.6, 3.8.2 - 3.8.4, 3.12-3.14, 3.16 und 3.17.Aufgabe 1
Hier werden Schaltungen mit Dioden behandelt. Es können "normale" Dioden mit 0,7V Durchlassspannung, aber auch Leuchtdioden und Zenerdioden enthalten sein. Meist sind für verschiedene Fälle oder Signalverläufe Spannungen und/oder Ströme zu berechnen.
Aufgabe 2
Der Transistor in Emitterschaltung wird hier mit seinen Kennlinien behandelt. Meist sind Widerstandsgeraden und Arbeitspunkte zu finden und Spannungen und Ströme am Transistor zu berechnen und ggf. auch Widerstände zu dimensionieren. Machmal wird auch nach der Verlustleistung des Trasistors gefragt.
Aufgabe 3
In der zweiten Transistoraufgabe werden Schaltungen mit Transistoren behandelt, die Schaltungsanalysen erfodern. Es können sowohl Emitterschaltungen als auch Kollektorschaltungen ("Emitterfolger") auch mit mehreren Transistoren oder Dioden enthalten sein. Machmal wird auch nach der Verlustleistung des Trasistors gefragt.
Aufgabe 4
Operationsverstärkeraufgabe, meist nur mit OP-Verstärkerschaltungen. Die Ausgangsspannungen und die Verstärkungen (in dB) der Schaltungen sind zu berechnen. Manchmal werden als Eingangssignale auch Wechselspannungen verwendet.
Aufgabe 5
Zweite Operationsverstärkeraufgabe. Hierbei werden oft Eingangsspannungsverläufe grafisch oder als Formel angegeben. Es muss die Funktion der OP-Schaltung erkannt werden (z.B. Komparator, Schmitttrigger, Differenzierer, Integrierer) und die Ausgangsspannungen (meist grafisch) korrekt ermittelt werden.
Aufgabe 6
Digitale Logikschaltungen. Meist ausgehend von einer Zusammenschaltung von diversen Gattern (AND, OR, NAND etc.) mit mehreren Eingängen muss die vollständige logische Gleichung erstellt werden und diese dann vereinfacht werden. Außerdem ist eine Wahrheitstabelle zu erstellen und eine funktionsgleiche Schaltung mit Kotakten gezeichnet werden.
Aufgabe 7
Digitale Logigschaltungen mit Speichergliedern (Flip-Flops, Monoflops). Ausgehend von einer gegebenen Schaltung und einem im zeitlichen Verlauf dargestellten Eingangsstimulus (meist ein bis zwei Eingangssignale) sind die Verläufe der Signale an den einzelnen Komponenten zu ermitteln. Es gibt hierbei auch Punkte für bestimmte, wesentliche Zwischenschritte (Signale).
Am besten sehen Sie sich mal alte Klausuren von mir an und rechnen Sie diese durch. Sollten Sie dabei auf etwas stoßen, wovon Sie glauben, ich sollte es noch in die obigen Hinweise aufnehmen, wäre ich (und künftige Studenten) dafür sehr dankbar.
Diese Aufgabenbeschreibungen sind als Hinweise zu verstehen, sind jedoch nicht etwa verbindlich für jede Klausur. Ich behalte mir vor, jederzeit andersartige Aufgabenstellungen zu verwenden.